SMQ Stuttgart | Schülermedien­coach (SMC)
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Schülermedien­coach (SMC)

Aufklärung und Unterstützung in der Mediennutzung

AUSBILDUNG ZUM SCHÜLER­MEDIENCOACH (SMC)

Angebotsreichweite: Stuttgart und die angrenzenden Landkreise (GP, ES, BB, TÜ, RT, LB, WN, BK)

FAQs

1. Projektidee / Projektziele

Die Ausbildung zum Schülermediencoach (SMC) richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die dann ähnlich wie Streitschlichter als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und ihr Know-how an andere Schülerinnen und Schüler weitergeben. Die SMC’s werden zertifiziert.

Ausgebildet werden die SMC’s von einem Referententandem (sozialpädagogische Fachkräfte, Medienpädagogen / Medienschaffende), die vorher eine Schulung durchlaufen haben und ebenfalls zertifiziert wurden. Eine Lehrkraft und die Schulsozialarbeiterin oder der Schulsozialarbeiter durchlaufen die Ausbildung komplett mit. Die Schulungsmaterialien für die Ausbildung verbleiben zur selbständigen Multiplikation an der jeweiligen Schule.

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es Medienkompetenz zu vermitteln, aufzuklären und zu sensibilisieren sowie mittels des Peer-Education-Ansatzes Multiplikatoren und Ansprechpartner auszubilden.

2. Nutzen / Funktion der ausgebildeten SMC’s

SMC’s bekommen Know How vermittelt und geben ihr Wissen weiter. Sie bieten z.B. Sprechstunden an, fungieren als Ansprechpartner für jüngere Kinder und Jugendliche, besuchen als Peers Schulklassen, Elternabende, Infoveranstaltungen, soziale Einrichtungen etc. und fördern im Allgemeinen die Kommunikation zu Medienthemen innerhalb der Schule.

3. Zielgruppe für die Ausbildung

Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab der 7. Klasse. Wir bieten dieses modulare Medienkompetenzprojekt für Werkrealschulen, Realschulen und Gymnasien ausschließlich für Stuttgarter Schulen an.

4. Adressaten für die spätere Inhaltsvermittlung

Schülerinnen und Schüler, System Schule, Eltern, Jugendhilfe, Gemeinwesen

5. Welche Inhalte und Themen werden innerhalb der Ausbildung behandelt?

  • Was ist ein SMC?
  • Soziale Netzwerke / Communities
  • Datenschutz / Privatsphäre
  • Cybermobbing
  • Computerspiele
  • Gefangen in den Medienwelten
  • Medienknigge
  • Nachrichten
  • Werbung
  • Reality TV
  • Transfer / Vereinbarungen
  • Moderation / Präsentation

6. Wie viele Stunden / Termine umfasst die Ausbildung zum SMC?

Zwischen 25 und 30 Stunden aufgeteilt auf 6 bis 8 Termine von 2 bis 6 Stunden Dauer. Die Termine können vormittags, nachmittags oder auch an Wochenenden stattfinden. Angestrebt wird eine Kombination aus Schulstunden und Freizeit der Schülerinnen und Schüler. Die Termine können in der Schule, einer sozialen Einrichtung oder sonst im Gemeinwesen stattfinden. Es besteht die Möglichkeit ein Modul jeweils in den Räumen unserer Kooperationspartner Polizeipräsidium Stuttgart und Stadtbibliothek Stuttgart stattfinden zu lassen.

7. In welchem Zeitraum sollen die Termine stattfinden?

Die 6 bis 8 Termine sollen zeitlich möglichst nah beieinander liegen und nicht zu sehr über das Schuljahr gezogen werden. Idealerweise finden die Termine innerhalb von 6 bis 8 Wochen statt. Auch Projektwochen und der Nachmittagsbereich an Ganztagesschulen bieten sich für die Ausbildung an.

8. Wie viele Schülerinnen und Schüler können pro Ausbildungsgang an der Ausbildung zum SMC teilnehmen?

mind. 12 TN / max. 20 TN

9. Wie werden die Schülerinnen und Schüler ausgesucht, die an der Ausbildung zum SMC teilnehmen dürfen?

Dies ist den Schulen überlassen. Wünschenswert wäre es, wenn die interessierten TN eine formlose Bewerbung schreiben müssen, um berücksichtigt zu werden. Die Schulen sollen möglichst klassen- oder auch jahrgangsübergreifend ausschreiben, so wie es für sie am meisten Sinn macht.

10. Ist es Bedingung, dass Lehrkraft und Schulsozialarbeit die
Ausbildungsreihe mit durchlaufen?

Die Lehrerin / der Lehrer und die Schulsozialarbeit / begleitende sozialpädagogische Fachkraft durchlaufen die gesamte Ausbildung als Schulung für sich selbst mit. Sie sind dadurch in der Lage einzelne Module der Ausbildung anhand der Schulungs-materialien selbständig durchzuführen.

11. Was für Schulungsmaterialien gibt es?

Die Ausbildung zum Schülermediencoach basiert auf 12 Modulen. Für diese 12 Module gibt es sowohl ein Handout für Referenten, Lehrer und pädagogische Fachkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler. Die Schulungsmaterialien werden vor Beginn der Ausbildung übergeben. Die Schulungsmaterialien für die Pädagogen umfassen eine DVD mit Einspielern, Arbeitsblättern, PP-Folien sowie inhaltliche Beschreibungen der einzelnen Module mit Vorschlägen zum Ablauf, den Lernzielen, einem Glossar und weiteren Informationen.

12. Für welche Schulen ist die Ausbildung zum Schülermediencoach geeignet?

Prinzipiell ist die Ausbildung für alle weiterführenden Schularten geeignet. Die Schulen sollen sich im Vorfeld jedoch genau überlegen, ob dieses Peer-to-Peer-Modell in ihr Portfolio und in ihren generellen Organisationsablauf passt. Die Ausbildung lässt sich gut an bestehende SMV- und Streitschlichterstrukturen an- bzw. eingliedern. Grundvoraussetzung ist, dass es 5. und 6. Klassenstufen als Adressaten für die spätere Multiplikation gibt.

13. Wie kommen Schulen ins Projekt?

Schulen die Interesse haben, melden sich bei der unten angegebenen Kontaktadresse. Dies kann auch über die Schulsozialarbeit geschehen. Bevor eine Schule den Zuschlag erhält, finden Vorgespräche mit Schulleitung, zuständiger Lehrerin bzw. Lehrer und der Schulsozialarbeit statt.

14. Generelle Voraussetzungen

Für eine erfolgreiche Implementierung der SMC’s in den Schulalltag brauchen die Schülerinnen und Schüler die Unterstützung der Schule und mindestens einer Lehrkraft, die sich für eine kontinuierliche Begleitung verantwortlich erklärt. Wie bei allen Peer-to-Peer-Modellen hängen der spätere multiplikatorische Nutzen und die Nachhaltigkeit stark davon ab.

15. Was müssen die SMC’s hinterher leisten?

Bedingung ist, dass die späteren SMC’s Interesse und die Bereitschaft haben zusätzliche Aufgaben an ihrer Schule zu übernehmen. Diese späteren Aufgaben sollen so gestaltet werden, dass es für den Schulalltag und für die SMC’s Sinn macht, keine Überforderung darstellt und leistbar ist. Dies wird je nach Schule individuell vereinbart und festgeschrieben.

16. Beratung / Begleitung

Im Sinne einer sehr gut gelingenden Durchführung, der Vereinbarungen bezüglich der späteren Aufgaben der SMC’s, der Verankerung im System Schule und der Nachhaltigkeit im Allgemeinen ist die Beratung und Begleitung des Projektes über die reinen Ausbildungstermine mit den Schülerinnen und Schülern hinaus sehr wichtig. Die Projektleitung SMC steht als Ansprechpartner für die Schulen und Jugendhilfemitarbeiter vor, während und auch nach der eigentlichen Ausbildung der Schülermediencoaches jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung.

17. Evaluation

Die Ausbildung der SMC’s und auch die spätere Implementierung und der Nutzen werden mittels Fragebögen für Lehrer / Schulsozialarbeit und für die Schülerinnen und Schüler erhoben. Ein halbes Jahr nach der Zertifizierung der Schülermediencoaches findet ein Überprüfungstermin bezüglich dem Stand der Umsetzung der Vereinbarungen statt

18. Inhalte / Themen der Ausbildung

PDF: SCHÜLERMEDIENCOACH (SMC) MODULE FÜR DIE AUSBILDUNG

19. Welche Schritte sind in der Umsetzung im Sinne des Projektmanagements nötig?

PDF: SMC Schritte Umsetzung 2015e

20. Wer sind die Kooperationspartner des Caritasverbandes für Stuttgart beim Projekt SMC?

Kooperationspartner sind die Stadtbibliothek Stuttgart und das Polizeipräsidium Stuttgart. Die beiden Kooperationspartner bringen sich auf Wunsch inhaltlich in die Ausbildung mit den Modulen „Recherchekompetenz“ bzw. „Gefahren im Internet“ mit ein.

21. Von wem wird das Projekt Schülermediencoach gefördert?

Das Projekt Schülermediencoach wird von der Globus-Stiftung und dem Projektmittelfonds Zukunft der Jugend gefördert.

Eine aktuelle Herausforderung unserer Zeit liegt in der bewussten und sinnvollen Nutzung unterschiedlicher Medien

smc-kreis