SMQ Stuttgart | Schülermedien­coach inklusiv (SMC+)
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Schülermedien­coach inklusiv (SMC+)

Aufklärung und Unterstützung in der Mediennutzung

SCHÜLER­MEDIENCOACH INKLUSIV (SMC+)

Angebotsreichweite: Baden-Württemberg

FAQs

1. Ausgangslage

Für Menschen mit Behinderung können dank dem Internet PC’s, Tablets und Smartphones einen besonderen Zugang zur Außenwelt ermöglichen und zu einer bisher nicht gekannten Teilhabe am Leben beitragen -> barrierefreies Internet. Dabei spielen die Neuen Medien eine ähnlich große Rolle von der Bedeutung her, wie bei Menschen ohne Behinderung. Menschen mit Behinderung, die kognitiv in der Lage sind das Internet zu benutzen, bewegen sich, nach diversen Einschätzungen und Umfragen, jedoch zum Teil sehr naiv und leichtgläubig im digitalen Raum.

2. Projektidee / Ziele

Ziel des Projektes SMC+ ist die inklusive Zusammenführung von Menschen mit und ohne Behinderung im Gemeinwesen auf Grundlage von Medienkompetenz- und Jugendmedienschutzthemen. Dieser Ansatz ist bisher einzigartig, da es die inklusive Zusammenführung über das Thema „Medienkompetenz / Jugendmedienschutz“ in Form von Peermentoren bisher noch nicht gab.

3. Inklusiver Grundgedanke

Häufig wird Inklusion sehr eindimensional beschrieben. Dabei bedeutet Inklusion viel mehr als nur Menschen mit und ohne Behinderung das gemeinsame Lernen zu ermöglichen. Inklusion ist die Forderung und Formulierung einer Idee nach einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel. Inklusion funktioniert nur, wenn das absolute Leistungsprinzip überdacht wird, wenn menschliche Werte vor machtpolitischen Interessen wieder mehr in den Vordergrund rücken und wenn wissenschaftliche Erkenntnisse vor wirtschaftlichem Profitdenken stehen.

Dafür müssen zementierte Machtstrukturen und tradierte Denkmuster aufgebrochen werden und eine Öffnung in Richtung neuer gesellschaftlicher Utopien stattfinden.

Deshalb ist Inklusion ein langer und schwieriger Prozess.

Wir geben dem Inklusionsgedanken mit unseren Projekt SMC+ das Thema „Medienkompetenz“ als konkret zu bearbeitendes Feld mit auf den Weg, das sowohl behinderte als auch nichtbehinderte Menschen gleichermaßen im Alltag beschäftigt.

4. Inklusive Begegnungskultur und Teilhabe

Eine hohe Wichtigkeit kommt der Kontaktaufnahme, Vernetzung und Zusammenführung in Richtung Zielgruppe Menschen mit Behinderung zu. Dies ist das übergeordnete Ziel der Projektidee: Einrichtungen bzw. Schulen für Menschen mit Behinderung mit den SMC+ bzw. Regelschulen über das Thema Medienkompetenz zusammenzubringen. Hierbei soll an bereits bestehende Kontakte der Kooperationsschulen angeknüpft werden, aber auch neue Kooperationen und Formen der konkreten Begegnung geschaffen werden, um so Inklusion im Gemeinwesen zu fördern.

5. Zielgruppe für die Ausbildung

Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab der 7. Klasse.

6. Adressaten für die spätere Inhaltsvermittlung

Die SMC+ wirken sowohl nach innen in das eigene System Schule (Schülerinnen und Schüler, Eltern …) als auch im Besonderen in Richtung Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Förderschulen, Inklusionsklassen etc.

7. Für welche Schulen ist die Ausbildung zum SMC+ geeignet?

Prinzipiell ist die Ausbildung für alle weiterführenden Schulen geeignet. Die Schulen sollen sich im Vorfeld jedoch genau überlegen, ob dieses inklusive Peer-to-Peer-Modell in ihr Portfolio und in ihren generellen Organisationsablauf und Kooperationsrahmen passt. Die Ausbildung lässt sich gut an bestehende SMV- und Streitschlichterstrukturen an- bzw. eingliedern. Wichtig ist, dass es eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung im Gemeinwesen oder näheren Umfeld der Schule gibt, mit der eine Kooperation im Sinne des Projektes möglich ist.

8. Wie kommen Schulen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung etc. ins Projekt?

Die Anzahl der Ausbildungsgänge zum Schülermediencoach Inklusiv (SMC+) sind limitiert. Allgemeinbildende Schulen bzw. Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, die ein generelles Interesse haben, können sich gerne an uns für nähere Informationen und zu einer telefonischen Abklärung melden. Dies kann auch über die Schulsozialarbeit oder sonstige soziale Einrichtungen geschehen. Da der Projektidee ein gewisser Grad an Vernetzung und Kooperation im Quartier bzw. Stadtteil im Vorfeld zugrunde liegt, ist diese vorherige Überprüfung der Voraussetzungen, Kommunikationswege und Ressourcen sehr wichtig.

9. Gibt es Materialien, die die Ausbildung zum Schülermediencoach Inklusiv (SMC+) und die damit verbundenen Inhalte und Schritte der Durchführung näher beschreiben?

Es gibt eine Konzeption, Mindmaps, FAQ’s und ein Raster, das die einzelnen Projektschritte beschreibt. Diese Unterlagen senden wir gerne auf Anfrage zu. Die Ausbildung zum Schülermediencoach Inklusiv ist modular aufgebaut. Für diese Module gibt es sowohl ein Handout für Referenten, Lehrer und pädagogische Fachkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler.

10. Von wem wird das Projekt Schülermediencoach Inklusiv (SMC+) gefördert?

Das Projekt Schülermediencoach wird vom Kindermedienland Baden-Württemberg und dem Ideenwettbewerb Idee BW gefördert.

Eine aktuelle Herausforderung unserer Zeit liegt in der bewussten und sinnvollen Nutzung unterschiedlicher Medien und in der Förderung einer inklusiven Beteiligungskultur und Teilhabe

smcp-kreise