SMQ Stuttgart | DigiTales
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DigiTales

Aufklärung und Unterstützung in der Mediennutzung

OFFIZIELL ERHÄLTLICH SEIT DEM 07. FEBRUAR 2017

(SAFER INTERNET DAY)

Angebotsreichweite: Stuttgart und die angrenzenden Landkreise (GP, ES, BB, TÜ, RT, LB, WN, BK)

Trailer:

FAQs

1. Projektziele / Projektidee

Bei der „DigiTales“-Box handelt es sich um ein modulares Projekt zur Förderung der Medienkompetenz und Gewaltprävention an Grundschulen.

Den Schulungselementen und den Arbeitsmaterialien liegt die Überzeugung zugrunde, dass Schulen und die Einrichtungen der Ganztagesbetreuung ein ganzheitliches Konzept, ein klares Regelwerk und nachvollziehbare Wege im Umgang mit der Mediennutzung und dem Medienverhalten ihrer Schülerinnen und Schüler benötigen.

Die Module zur Gewaltprävention (Wahrnehmung, Kommunikation, Sprachverhalten, Konflikte, Regeln, Knigge, Mobbing etc.) unterstützen dabei flankierend und verzahnend die Medienkompetenzmodule und bilden als Offlinebasics den Sockel für ein reflexives Verständnis und Verhalten (auch im Umgang mit Medien).

2. Ausgangslage / Hintergrund

Aufgrund der technischen Entwicklungen in den letzten Jahren von digitalen Endgeräten wie z.B. Smartphones, Tablets und Spielekonsolen wird das Einstiegs- und Nutzungsalter von Kindern in die digitale Welt immer niedriger. Damit halten nun auch Themenstellungen in Grundschulen Einzug, die bis vor Kurzem erst an weiterführenden Schulen zu beobachten waren.

Laut einer Studie des DIVSI (Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet) aus dem Jahre 2015 bewegen sich schon 22% der 5-jährigen laut Aussagen ihrer Eltern regelmäßig (täglich) im Internet. Bei den 8-jährigen sind dies bereits 55%. Fast schon normal ist es mittlerweile, dass Kinder spätestens in der 3. bzw. 4. Klassenstufe mit Handys oder Smartphones ausgestattet werden.

3. Zielgruppe

Zielgruppe sind Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiter und pädagogische Fachkräfte der Ganztagesbetreuung, Eltern und natürlich die Schülerinnen und Schüler selbst.

4. Was ist das Besondere an der DigiTales-Box?

Das Besondere an der DigiTales-Box ist die Kombination von Medienkompetenzthemen und Gewaltpräventionselementen (Sozialtrainings). Die insgesamt 35 Module sind jeweils auf 90 Minuten (2 Schulstunden) konzipiert, d.h. die Lehrerinnen und Lehrer bzw. sozialpädagogischen Fachkräfte können die Module ohne aufwändige Vorbereitungsarbeiten und Recherchen problemlos selbst durchführen und entsprechend gewichten. Die Module funktionieren unabhängig voneinander und können individuell kombiniert und umgesetzt werden.

5. Welche Themen behandeln die 35 Module?

 

Module zur Medienkompetenz:

  • Kennenlernen der Box
  • Einstieg – Ein Ausflug in die Mediengeschichte
  • Mein Smartphone und Ich
  • Kommunikation ist alles
  • Gefangen in den Medienwelten
  • Alles immer an!
  • Medienknigge I – Vorbilder
  • Medienknigge II – Schulalltag
  • Computerspiele I – Unterschiedliches Spielen
  • Computerspiele II – Jugendmedienschutz
  • Fernsehen – Was ist echt, was nicht?
  • Filmsprache – Die Tricks von Hollywood
  • Wie funktioniert ein Trickfilm?
  • Nachrichten – Wissen und Bildung im TV
  • Werbung
  • Soziale Netzwerke I – Vernetzung und Selbstdarstellung
  • Soziale Netzwerke II – Umsetzung
  • Datenschutz und Privatsphäre I – Gefahren im Internet
  • Datenschutz und Privatsphäre II – Wie schütze ich mich im Internet
  • Gewalt in den Medien
  • Cybermobbing

 

Module zur Gewaltprävention:

  • Das eigene Bild – Anderssein
  • Kommunikation
  • Meine Schule
  • Wie ich meine Klasse einschätze
  • Konflikte
  • Wahrnehmung
  • Körpersprache
  • Gefühle
  • Gerüchte, Gemeinheiten, Mobbing
  • Gewalt
  • Selbstkontrolle
  • Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Höflichkeit
  • Wir sind ein Team
  • Knigge – Regeln

6. Was hat es mit den DigiTales-Tieren auf sich?

Die Module werden über Storytelling eingeführt und der wesentliche Inhalt (Merke!) mit der Rubrik aus dem EffEff am Ende zusammengefasst.

Die DigiTales, das sind die Eisbärin Polly und ihre Freunde – Maulwurf Hacki und Katze Kati. Sie lieben es über ihr Smartphone mit Freunden zu chatten, im Internet zu surfen und Videospiele zu spielen. Manchmal schießen die drei dabei über das Ziel hinaus. Das finden die Erwachsenen dann nicht immer so toll. Zum Glück haben sie ihren Freund Prof. Fridolin Fairness und sein Helferlein Commander T.M. Ward an ihrer Seite. Die beiden helfen den drei Freunden immer wieder mal aus der Patsche und erklären ihnen worauf man im Umgang mit den digitalen Medien und im generellen Umgang miteinander achten sollte.

7. Was beinhaltet die DigiTales-Box?

Die Box beinhaltet Ablaufpläne, Methoden, definierte Lernziele, Hintergrundinformationen, Glossare und weitere Arbeitsmaterialien. Mit der Verteilung der Boxen gehen Schulungen für Lehrkräfte, Schulungen für die pädagogischen Fachkräfte, Elternabende und Nachhaltigkeitstermine/Beratung an den jeweiligen Grundschulen vor Ort mit einher.

8. Wie bekommt man als Schule / Ganztagesbetreuung eine Box bzw. kann am Projekt DigiTales teilnehmen?

Grundschulen die Interesse haben melden sich bei der unten angegebenen Kontaktadresse. Dies kann auch über die Schulsozialarbeit/Ganztagesbetreuung geschehen. Bevor eine Schule den Zuschlag erhält finden Vorgespräche mit der Schulleitung bzw. Lehrern und der Schulsozialarbeit/Ganztagesbetreuung statt.

9. Können Privatpersonen auch eine Box bekommen?

Nein

10. Wie viele DigiTales-Boxen bekommen die teilnehmenden Schulen / Ganztagesbetreuung?

Zwei (jeweils eine für Schule und Ganztagesbetreuung)

11. Welchen Umfang haben die Schulungen an den Grundschulen für die Lehrerkollegien und in den Ganztageseinrichtungen für die sozialpädagogischen Fachkräfte?

Es werden zwei Varianten an Schulungsworkshops angeboten:

 

  • Variante 1 (Dauer 2h)

Kurzes Kennenlernen der Box und der DigiTales-Haltung

Kurzinput zur Medienkompetenz

 

  • Variante 2 (Dauer 4h)

Ausführliches Kennenlernen der Box und der DigiTales-Haltung

Vertiefter Vortrag zum Thema Medienkompetenz

Austausch zwischen Lehrkräften untereinander, oder auch zwischen Schule und pädagogischen Fachkräften eines Schülerhauses, Horts oder einer Ganztagesschule

 

Zusätzliche Option im Anschluss an die Schulungen: Beratung / Coaching für einzelne Lehrer, sozialpäd. Fachkräfte / Schulsozialarbeiter, Steuergruppen etc.

12. Finden die Schulungen für die Lehrerkollegien für die sozialpädagogischen Fachkräfte gemeinsam statt?

Wenn es organisatorisch für die Schulen und sozialpädagogischen Einrichtungen möglich ist, dann können die Schulungen bzw. Workshops gemeinsam stattfinden. Wenn es organisatorisch nicht möglich ist, dann finden die Schulungen bzw. Workshops getrennt statt. Der Umfang ist davon nicht berührt. Es kann also auch 2x Variante 1 (siehe Punkt 10) stattfinden.

13. Was haben die Elternabende zum Inhalt und wie laufen diese ab?

An den Grundschulen werden begleitende Elternabende (Dauer: 2h) angeboten. Dabei geht es inhaltlich vor allem darum, dass sich die teilnehmenden Eltern in Bezug auf die Mediennutzung und das Medienverhalten ihrer Kinder mit anderen Eltern, teilnehmenden Lehrkräften und den Referenten austauschen.

In einer Art Coachingprozess sollen vor allem auch Schwierigkeiten, Ärgernisse und Konfliktsituationen angesprochen werden und die Eltern sich im Besonderen bezüglich ihrer Vorbildrolle und in Bezug auf zuhause geltende Regeln hinterfragen.

Weitere Informationen -> DigiTales Elternabende

14. Wird die Nachhaltigkeit gemessen? Gibt es eine Evaluation?

An den Schulen werden ca. 6 bis 9 Monate nach der Schulung und Übergabe der Box Termine zur Überprüfung in Bezug auf die Implementierung und Nachhaltigkeit gemacht. Dabei werden die von den Schulen umgesetzten Elemente und der konkrete Nutzen mittels Fragebogen erhoben und evaluiert.

15. Begleitung bei der Umsetzung

Die Schulen bekommen Unterstützung in der Umsetzung und Implementierung. Auch bei etwaigen Stolpersteinen und Schwierigkeiten bzw. Unklarheiten können sich Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer und sozialpädagogische Fachkräfte an die Projektverantwortlichen wenden.

16. Von wem wird das Projekt gefördert?

Das Projekt wird von der Auerbach Stiftung gefördert und inhaltlich begleitet.

Eine aktuelle Herausforderung unserer Zeit liegt in der bewussten und sinnvollen Nutzung unterschiedlicher Medien

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